Gohar Dashti

Nadya Sayapina

Gabriela Kobus

Es ist dieser Ort, an dem wir ankommen, uns wärmen und schützen können. Diese Insel, auf die wir uns zurückziehen vor Krisen und Unruhen.

Es ist
das Zuhause.

Ein Ort – aber auch ein Gefühl –
eigener Identität. Dieser eine Ort, dem wir entstammen, den wir vielleicht zurück gelassen oder erst nach längerer Suche gefunden haben. Oder möglicherweise auch erst noch zu finden hoffen.

So individuell unser Zuhause sein mag, so vielfältig sind auch die Szenarien, die es zu einem fragilen Gebilde machen, dessen Fortbestand wir uns nicht sicher sein können. Für die Ausstellungsreihe DIE FRAGILITÄT DES ZUHAUSES haben wir vier Künstlerinnen eingeladen, diese Fragilität und die damit verbundenen Brüche und Spannungen in eigenen künstlerischen Positionen zu thematisieren und für jeweils vier Wochen im CO³ zu präsentieren.

Die Vielfalt der gezeigten Arbeiten umfasst zahlreiche Blickwinkel: Die individuelle, biografische Sicht, wenn das Zuhause Brüche erfährt durch persönliche Schicksalsschläge wie Verlust oder häusliche Gewalt. Oder durch gesellschaftliche Faktoren wie Gentrifizierung und Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Des Weiteren werden politische Fluchtursachen behandelt, wie Verfolgung, Unterdrückung und Krieg. Und nicht zuletzt nimmt die Natur, mit ihren durch Klimawandel verändernden Lebensbedingungen, ihren Raum in der künstlerischen Auseinandersetzung ein.

Wir freuen uns, unserem Publikum durch die Auswahl von vier unterschiedlichen Künstlerinnen, die sich in ihren Arbeiten sowohl mit politisch-globalen Prozessen als auch mit persönlich-biografischen Hintergründen zum Thema auseinandersetzen, neue Perspektiven zu zeigen, neue Positionen spürbar zu machen und letztlich Impulse für ebenfalls neue, eigene Sichtweisen zu bieten.

LINDA
NADJI

layers,
lines &
repetitions

Vernissage:

Samstag 20.4.2024 ab 18 Uhr

21. April – 18. Mai 2024
mittwochs 16 – 19 Uhr
samstags 15 – 18 Uhr, oder nach Vereinbarung (info@co3art.com)

Zum Auftakt der Reihe „Fragility of home“ greift die Künstlerin Linda Nadji formbildend und metaphorisch in den Ausstellungsort CO³ ein.

Den Raum in seinen Dimensionen auslotend, schafft sie Szenarien, die vom menschlichen Körper als ursprünglichste Form des Zuhauses ausgehen und Thematiken des Seins und der Verortung reflektieren.

Das ungewöhnliche Zusammenspiel von Heilerde aus dem eiszeitlichen Sedimentgestein Löss einerseits und gängigen Baumaterialien sowie von Lebensspuren gezeichneten Textilien andererseits lässt Nadjis Arbeiten zwischen Stabilität und Fragilität oszillieren. Als Betrachtende werden wir einbezogen in Fragen nach Heimat, nach Identität, Intimität und Verbundenheit.