Dorothee Hörstgen fotografiert mit dem gleißenden Augustlicht. Auf ihrem Balkon um 13 Uhr mittags. Auf dem einfachen Metalltisch, an dem sonst gefrühstückt wird, farbige Pappen. Darauf Plexiglasobjete, Lochbleche, funkelnden Folien. Sie taucht ein in die Faszination aus Licht und funkelnde Schatten.
Mit der einen Hand hält sie die Kamera, mit der anderen die Dinge, die strahlen, funkeln, Strukturen bilden. Es geht ganz schnell, muss es auch, es sind weit über 30 Grad. Sie dreht Kreise aus Plastik, spielt, und verfolgt den Lauf mit der Kamera. Lochbleche werden auf die Spitze gestellt, angelehnt, sie blitzen und werfen lange Schatten.
Es ist eine kleine Wunderwelt durch den Sucher. Keine Hilfsmittel, kein Beschnitt, kein Schnickschnack.