SAMIRA HODAEI

Eröffnung am Donnerstag, 30.07.2026 ab 18 Uhr (Künstlerin ist anwesend)

31.07.2026 – 10.10.2026

Die Installation besteht aus Fotografien und Fragmenten, die Samira Hodaei vor und während des jüngsten Krieges in Teheran gesammelt hat. Die Fotografien entleerter Orte zeigen eben jene Straßen, die noch wenige Wochen zuvor Schauplatz von Protesten waren. Die Arbeit versteht die Stadt als eine Oberfläche – vergleichbar mit einer Haut, – auf der Geschichte nicht immer unmittelbar sichtbar ist, in ihrer Textur jedoch eingeschrieben bleibt. In der Werkserie wird die Textur des Asphalts mittels Teer auf Papier übertragen. Teer, das wesentliche Bindemittel des Asphalts, verweist auf einen Rohstoff, der die Geschichte Irans maßgeblich geprägt hat und im Werk der aus einer ölreichen Region stammenden Künstlerin oft aufgegriffen wird: Erdöl. Anschließend wird das Papier mit einer Schicht Latex überzogen. Dessen Oberfläche erinnert an die menschliche Haut und verändert im Laufe der Zeit allmählich ihre Farbe. So zeichnet das Werk die Spuren der Zeit auf und wird zu einer physischen Probe der Straßen Teherans.

IMPRESSIONEN

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